Kinder motivieren: So stärken Eltern Motivation und Selbstvertrauen
- natashaeliason1
- 5. Sept. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Kinder zu motivieren kann eine echte Herausforderung sein besonders dann, wenn Hausaufgaben, Lernen oder alltägliche Aufgaben anstehen. Viele Eltern fragen sich: Wie kann ich mein Kind fördern, ohne Druck aufzubauen? Die gute Nachricht: Motivation ist erlernbar. Mit den richtigen Strategien kannst du dein Kind dabei unterstützen, Freude am Lernen zu entwickeln und Selbstvertrauen aufzubauen.
Für Kinder mit Lernschwierigkeiten ist Motivation noch entscheidender. Sie erleben häufiger Misserfolge und brauchen daher gezielte Unterstützung, um ein positives Selbstbild aufzubauen. Mit den richtigen Strategien können Eltern ihren Kindern helfen, innere Stärke zu entwickeln – und das Lernen wieder positiv zu erleben.
Warum fällt es manchen Kindern schwer, motiviert zu bleiben?
Viele Eltern fragen sich: Warum hat mein Kind keine Lust auf Hausaufgaben? Dahinter stecken oft einfache Gründe:
Überforderung: Die Aufgabe ist zu schwierig, das Kind hat Angst zu scheitern.
Unterforderung: Zu leichte Aufgaben wirken langweilig.
Fehlender Sinn: Kinder verstehen nicht, wofür sie etwas lernen.
Angst vor Fehlern: Negative Erfahrungen blockieren die Freude am Lernen.
Je früher du erkennst, warum dein Kind unmotiviert ist, desto leichter findest du Lösungen.
8 Tipps, um Kinder nachhaltig zu motivieren
1. Anstrengung loben – nicht nur Ergebnisse
Viele kennen meine Arbeit rund um das Thema Growth Mindset und genau hier liegt ein wichtiger Schlüssel.Beim Growth Mindset geht es darum, den Fokus vom Ergebnis hin zum Prozess zu verschieben. Statt nur eine „gute Note“ zu feiern, loben wir die Mühe, die dahinter steckt. Warum? Weil Kinder dann lernen: Meine Anstrengung macht den Unterschied – nicht nur Talent.
So geht’s konkret:
Sag statt „Super, du bist so schlau!“ lieber „Wow, ich sehe, wie viel Mühe du dir gegeben hast!“
Hebe Fortschritte hervor: „Gestern war das noch schwer für dich, und heute klappt es schon besser!“
Warum das funktioniert:Kinder entwickeln die Überzeugung, dass sie durch Übung besser werden können. Das stärkt Ausdauer und Selbstvertrauen – gerade bei Lernschwierigkeiten.
2. Echtes Interesse zeigen
Kinder merken, ob wir ihnen wirklich zuhören. Stelle offene Fragen wie:
„Was hat dir heute in der Schule Spaß gemacht?“
„Welcher Teil war schwierig für dich?“
„Was würdest du gerne besser können?“
So fühlt sich dein Kind ernst genommen – und Motivation wächst, wenn wir spüren, dass uns jemand versteht.
3. Eine passende Lernumgebung schaffen
Manche Kinder arbeiten am liebsten am Schreibtisch, andere auf dem Teppich oder in der Küche. Wichtig ist: wenig Ablenkung, gute Beleuchtung, bequemer Sitzplatz.Tipp: Lass dein Kind den Lernplatz mitgestalten. Wenn es sich dort wohlfühlt, steigt die Bereitschaft zu lernen.
4. Den richtigen Zeitpunkt finden
Nicht jedes Kind kann direkt nach der Schule wieder loslegen. Viele brauchen erst Bewegung oder Ruhe, um den Kopf freizubekommen. Plane feste Lernzeiten ein – aber mit Pausen, die wirklich entspannen.
5. Neugier wecken
Lernen macht Spaß, wenn es relevant ist. Verknüpfe Themen mit Interessen deines Kindes:
Mathe üben? Zählt gemeinsam die Zutaten beim Backen.
Lesen? Wählt ein Buch zu einem Lieblingsthema, z. B. Tiere oder Sport.
Wenn Lernen Sinn macht, entsteht Motivation fast von selbst.
6. Struktur und kleine Schritte
Beginne mit einfachen Aufgaben. Kleine Erfolgserlebnisse geben Selbstvertrauen und machen Lust auf mehr.Tipp: Nutze Checklisten, um Fortschritte sichtbar zu machen. Kinder lieben es, erledigte Punkte abzuhaken!
7. Ausgleich schaffen
Motivation entsteht nicht durch ständige Anstrengung, sondern durch Balance. Plane bewusst Zeiten für Sport, Musik oder Spiel ein. Bewegung und Hobbys reduzieren Stress – und ein entspanntes Kind lernt besser.
8. Den Sinn vermitteln
Erkläre deinem Kind, warum Lernen wichtig ist:
„Wenn du rechnen kannst, kannst du später dein Taschengeld selbst verwalten.“
„Wenn du lesen lernst, kannst du deine Lieblingsgeschichten entdecken.“
Kinder brauchen einen Grund, das „Warum“ motiviert.
SMART-Ziele: Besonders wichtig für Kinder mit Lernschwierigkeiten
Kinder mit Lernschwierigkeiten profitieren von klaren, erreichbaren Zielen. Hier hilft die SMART-Methode:
Spezifisch: Das Ziel ist klar definiert.Beispiel: „Ich lese jeden Tag eine Seite im Buch.“
Messbar: Fortschritte sind überprüfbar.Beispiel: „Ich übe fünf neue Wörter bis Freitag.“
Attraktiv: Das Ziel macht Sinn und motiviert.Beispiel: „Ich lerne Wörter aus meinem Lieblingsspiel.“
Realistisch: Das Ziel ist erreichbar.Beispiel: „Ich löse zwei Aufgaben in 10 Minuten.“
Terminiert: Es gibt einen klaren Zeitrahmen.Beispiel: „Bis Ende der Woche habe ich alle Übungen erledigt.“
Warum das funktioniert: SMART-Ziele machen Lernfortschritte sichtbar und verhindern Überforderung. Kinder erleben Erfolge – und das gibt ihnen Selbstvertrauen.
Häufige Fehler, die Motivation bremsen
Druck und Strafen: Sie führen oft zu Blockaden statt zu Motivation.
Vergleiche mit anderen Kindern: Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo.
Nur auf Ergebnisse schauen: Der Lernprozess ist genauso wichtig wie das Ziel.
Fazit: Motivation ist machbar
Kinder zu motivieren bedeutet nicht, ständig Druck auszuüben. Es geht darum, ein positives Lernumfeld zu schaffen, kleine Schritte sichtbar zu machen und das Selbstvertrauen zu stärken. Mit Geduld, Wertschätzung und Tools wie SMART-Zielen hilfst du deinem Kind vor allem, wenn es Lernschwierigkeiten hat langfristig motiviert und erfolgreich zu lernen.
Mein Kurs: „Aufblühen statt Aufgeben – Selbstbild stärken“
Vielleicht merkst du: Die Tipps sind wertvoll –aber manchmal reicht es nicht, nur den Alltag anzupassen. Gerade Kinder mit Lernschwierigkeiten brauchen mehr als „kleine Tricks“ sie brauchen ein starkes Selbstbild.
Genau dafür habe ich den Online-Kurs „Aufblühen statt Aufgeben – Selbstbild stärken“ entwickelt. Er richtet sich an Eltern und PädagogInnen von Grundschulkindern, die lernen wollen, wie sie:
✔ das Selbstvertrauen ihres Kindes stärken
✔ ein Growth Mindset in den Familienalltag integrieren
✔ Stärken statt Schwächen in den Fokus rücken
✔ mit Glaubenssätzen arbeiten, die Kinder oft blockieren
✔ und Motivation spielerisch fördern.
Das Besondere: Der Kurs ist praxisnah, mit Videos, Arbeitsmaterialien und Übungen, die sofort umsetzbar sind ohne komplizierte Theorie.





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